Suffizienz

Städte stehen weltweit vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Zuwanderung, Wohnungsnot und Verkehrskollaps sind allgegenwärtig und wirken vielerorts als Treiber für eine Transformation der Stadtentwicklung in Richtung Nachhaltigkeit. Dabei liegt der Fokus auf den etablierten Nachhaltigkeitsstrategien Effizienz und Konsistenz, das heißt: der Natur- und Ressourcenverbrauch soll durch technisch optimierte Produkte und Produktionsprozesse gesenkt werden. Suffizienz – als weiterer Ansatz für nachhaltige Entwicklung – spielt bisher kaum eine Rolle.

Das Fokus*Z Heft Nr. 6 gibt Einblick in zwei Zukunftsstadt-Projekte, die sich mit dem Thema Suffizienz und Stadtentwicklung beschäftigen.

Das Zukunftsstadt-Projekt EHSS erforscht seit 2017 Erfolgsbedingungen und Barrieren für eine suffizienzorientierte Stadtentwicklung. „Es geht um die spannende Frage, wie die Stadtentwicklungspolitik sinnvolle Rahmenbedingungen schaffen kann, um ein ressourcenarmes Leben zu ermöglichen“, sagt Michaela Christ vom Norbert Elias Center der Europa-Universität Flensburg.

Im Heidelberger Stadtteil Rohrbach erprobt das Forschungsprojekt SuPraStadt Suffizienzpraktiken für ein neues Stadtquartier und analysiert, wie diese zu einer Verbesserung der Lebensqualität, der sozialen Teilhabe sowie zur Senkung des Ressourcenverbrauchs beitragen. Dort entsteht derzeit ein selbstverwaltetes Wohnheim für rund 220 Studierende und Auszubildende. Das „Collegium Academicum“ (CA) wird seit 2013 von einer ehrenamtlichen Gruppe junger Menschen entwickelt und auf dem Gelände des ehemaligen US-Hospitals gebaut.

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