Städte sind Schauplatz und Akteur nachhaltiger (Stadt-)Entwicklung zugleich. Orientierung an den lokalen Lebensbedingungen und demokratische Mitsprache versprechen größtmögliche Bürgernähe. Das politisch-repräsentative System ebenso wie die kommunale Verwaltung erfahren dann große Akzeptanz, wenn sich das öffentliche Handeln an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausrichtet. Für ein funktionierendes Gemeinwesen bedarf es gleichermaßen geeigneter Steuerungsformen wie sozialer Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Akteuren der Stadtgesellschaft. Regieren bedeutet vor diesem Hintergrund „Governance“ statt „Government“.

„Partizipative Governance“ verknüpft diese Beobachtung mit dem Anspruch, politisches Handeln durch die Beteiligung zivilgesellschaftlicher Gruppen mit noch größerer Legitimation zu versehen. Partizipation kann dabei durchaus gegensätzlich wirken, sich etwa auf Befragungen beschränken oder Mitbestimmungsrechte einräumen, Verbände und Eliten oder bürgerschaftliches Engagement stärken usw.

Das Querschnittsthema betrachtet die Steuerungsaufgaben der Kommune in unmittelbarem Zusammenhang mit der demokratischen Qualität ihres Vorgehens und reflektiert die Wirkbedingungen im gesamtstädtischen Kontext ebenso wie Fragen der Umsetzung.